Ausgabe: 2010/24, Kopf der Woche, Toni Polster, Fußball, Fußballspieler, soziale Ader, Jugend Eine Welt, benachteiligte Kinder, Süden, Bibeltexte,
16.06.2010
- Susanne Huber
Toni Polster ist bekannt als einer der erfolgreichsten Fußballspieler Österreichs. Die Fußball-Legende hat aber auch eine soziale Ader: Seit acht Jahren unterstützt er „Jugend Eine Welt“ und deren Arbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Ländern des Südens.
„So lange mich die Füße tragen, werde ich Fußball spielen“, sagt Toni Polster. „Fußball ist für mich immer mein Leben gewesen. Schon von klein auf war es mein Traum, das zu verwirklichen, was ich im Endeffekt als Fußballer dann erreicht habe“, so der gebürtige Wiener, dessen Karriere in Österreich vor allem in den 80er und 90er Jahren von Erfolgen gekrönt war. Doch auch international, etwa in Spanien und Deutschland, sorgte Polster für zahlreiche Tore und Jubel. Im Jahr 2000 hat er seine aktive Fußballerkarriere beendet. Es folgten Manager- und Marketingaufgaben bei verschiedenen Vereinen. Derzeit trainiert er den Nachwuchs beim Linzer LASK und ist Marketing-Beauftragter des Vereins.
Fußball-Projekte. Die Begeisterung für den Fußball wurde in ihm schon sehr früh geweckt. „Mein Vater war ein genialer Fußballer. Er hat mich immer zu den Trainings und den Spielen mitgenommen. So bin ich am Fußballplatz groß geworden“, erzählt Toni Polster. Aufgewachsen ist er in einfachen Verhältnissen. „In meiner Jugend gab es nur ein Fahrrad und einen Fußball – mehr konnten wir uns nicht leisten“, sagt der gelernte Industriekaufmann. Seit 2002 ist Toni Polster Partner der entwicklungspolitischen Organisation „Jugend Eine Welt“. „Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern erhalten durch Fußball-Projekte die Chance auf Bildung und damit auch auf ein besseres zukünftiges Leben. Deshalb unterstütze ich den Verein gerne“, sagt Polster. 2006 veröffentliche der Ex-Fußballer eine CD mit Bibeltexten. „Der Glaube spielt eine große Rolle in meinem Leben. Es gibt eine Quelle, aus der wir Kraft schöpfen und die uns beschützt. Das Gebet ist bei mir immer eine Art Zwiegespräch.“ (Siehe Thema S. 11)
Toni Polster: „Mit Fußball erreichst du viele Menschen weltweit und du kannst damit viele Botschaften transportieren wie zum Beispiel einen fairen Umgang miteinander.“