Ausgabe: 2010/25, Chance, Zukunft, Kopf der Woche, Margit Pollheimer, Don-Bosco-Flüchtlingswerk, Solidarität, Zivilcourage, ORF, Tijuana, Asylwerber, Voluntariat, Ecuador, Mexiko, Mödling, Jugend Eine Welt, Kopf der Woche, Salesianer
23.06.2010
- Hans Baumgartner
Vor sieben Jahren hat sie das Don-Bosco-Flüchtlingswerk mitbegründet. Vergangene Woche erhielt Margit Pollheimer (34) vom ORF den Fritz-Greinecker-Preis für gelebte Solidarität und Zivilcourage.
„Aufwachsen an der Grenze zweier Welten“ war der Titel der Diplomarbeit. Margit Pollheimer behandelte darin das Schicksal von Kindern und Jugendlichen in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana. Dort stranden viele Ausreisewillige aus Mittelamerika, die in den USA bessere Lebensmöglichkeiten suchen. Seit 2004 versucht Margit Pollheimer „Jugendlichen zwischen zwei Welten“ in Österreich eine Chance auf Zukunft zu geben. Nach einer von ihr erarbeiteten Machbarkeitsstudie haben die Salesianerinnen und Salesianer 2003 das Don Bosco Flüchtlingswerk für minderjährige unbegleitete Asylwerber/innen „als Antwort auf die Not der heutigen Zeit“ gegründet. Im April 2004 sind die ersten Jugendlichen in das Flüchtlingshaus „Abraham“ eingezogen. Als Geschäftsführerin des Flüchtlingswerkes hat Pollheimer auch das Freizeitprojekt für junge Flüchtlinge „Tobias“ und das Nachbetreuungsprojekt „Moses“ ins Leben gerufen.
Die Engagierte. „Ich hab wohl eine pädagogische Ader geerbt“, meint die Tochter einer Lehrerin und eines Lehrers. Bereits in ihrer Mödlinger Pfarre war sie als Jungscharleiterin und Firmhelferin tätig. Nach der Matura machte sie in Ecuador einen Voluntariatseinsatz bei Salesianern. Dann kam Mexiko – und gemeinsam mit Reinhard Heiserer und anderen Voluntär/innen die Gründung von „Jugend Eine Welt“ im Jahr 1997. Dort hat sie während ihres Studiums ehrenamtlich Voluntär/innen auf ihren Einsatz vorbereitet.
MMag. Margit Pollheimer: „Junge Flüchtlinge zu begleiten und auszubilden kostet viel Kraft. Aber wenn ich sehe, wie viele von ihnen zu uns weiter Kontakt halten und wie viele einen guten Berufsweg einschlagen, dann macht das große Freude.“