Ausgabe: 2010/25, Pensionen, Junge, staatliches Pensionssystem, Alterssicherung, Politik, Hausarrest, Aung San Suu Kyi, 65. Geburtstag, Desmond Tutu, Freilassung politisch Gefangener, Gerechtigkeit, Freiheit, Hausarrest
23.06.2010
Pensionen – auch für die Jungen
Die steigenden Zuschüsse zum staatlichen Pensionssystem bringen dieses wieder ins Gerede. Expert/innen fordern ein rasches Handeln der Politik, um diese wichtigste Säule der Alterssicherung nachhaltig zu erhalten. Vordringlich geht es darum, das tatsächliche Pensionsantrittsalter – Frauen 57 und Männer 59 Jahre – auf das gesetzliche Pensionsalter (60/65 Jahre) anzuheben. Wie es geht, zeigt Finnland, wo seit dem Jahr 2000 die Arbeitsjahre über 62 mit einem kräftigen Pensionsbonus versehen sind. Gleichzeitig müssen Betriebe, die ihre Mitarbeiter/innen in die Früh- oder Invaliditätspension „entsorgen“, einen Teil dieser Pensionen mitbezahlen. Es liegt am politischen Willen, dass auch die jungen Leute noch eine Pension bekommen, von der sie leben können.
Hans Baumgartner
Nach wie vor unter Hausarrest
Aung San Suu Kyi bekam aus aller Welt Glückwünsche zu ihrem 65. Geburtstag am 19. Juni – unter den Gratulanten waren etwa US-Präsident Barack Obama und der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu. Sie alle fordern die Freilassung der politischen Gefangenen, die seit 1989 in ihrem Heimatland Birma immer wieder unter Hausarrest gestellt wurde. Die Politikerin und Friedensnobelpreisträgerin gilt als Kämpferin für Gerechtigkeit, für Freiheit und für ein demokratisches Birma. Bei den Wahlen 1990 ging sie als Siegerin hervor – doch die Militärjunta hatte ihre Wahl nicht anerkannt. Stattdessen steht sie bis heute unter Hausarrest. Für 2010 haben die Militärs nach 20 Jahren wieder Wahlen geplant. Es ist zu befürchten, dass sie weder frei noch demokratisch ablaufen.