Ausgabe: 2010/25, Italien, Il Corriere della sera, Marktwert, Missionskongregation, Immobilien, Erzbischof von Neapel
23.06.2010
Der Erzbischof von Neapel, Kardinal Crescenzio Sepe, ist wegen Korruptionsverdacht ins Visier der italienischen Staatsanwaltschaft geraten. Wie die italienische Tageszeitung „Il Corriere della sera“ am vergangenen Sonntag berichtete, wird Sepe vorgeworfen, in seiner Zeit als Präfekt der vatikanischen Missionskongregation im Jahr 2005 Immobilien aus dem Besitz der Behörde weit unter ihrem Marktwert verkauft und von den Käufern hierfür Gegenleistungen erhalten zu haben. Sepe stand der Missionskongregation, die zur Finanzierung ihrer Arbeit über einen umfangreichen Immobilienbesitz verfügt, von 2001 bis 2006 vor.