Ausgabe: 2010/26, radeln, Klima, Kopf der Woche, Petra Muerth, Großwarasdorf, Burgenland, Klimaschutz, Klimastaffel, Transportmittel, Non-Profit-Organisationen, Klimabündnis, Klimabündnisgemeinde, fairer Handel
30.06.2010
- Hans Baumgartner
Am 23. Juni ist sie in Großwarasdorf im Burgenland gestartet. Nach 1400 Kilometern wird sie am 3. Juli in Hall in Tirol ankommen. Petra Muerth hat die 10. Klimastaffel quer durch Österreich organisiert.
Naturverbunden war sie schon seit ihrer frühen Jugend. So richtig für Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes begann sie sich während ihres Biologiestudiums zu interessieren. Sie habe deshalb dann auch den Schwerpunkt Ökologie gewählt, erzählt Petra Muerth (29). Über ein Akademikerpraktikum kam sie dann zu „Klimabündnis Österreich“, eine Non-Profit-Organisation, die in Gemeinden, Schulen und Betrieben für Klimaschutz, fairen Handel und den Kauf regionaler Produkte Stimmung macht. Ein wesentliches Transportmittel für dieses Anliegen ist die Klimastaffel, „weil wir da die Möglichkeit haben, bei den Stationen in den heuer 50 Klimabündnisgemeinden mit den Leuten direkt ins Gespräch zu kommen und etwas von unserem Wissen und unserer Begeisterung weiterzugeben – und dabei die Menschen anzustecken, sodass daraus eine Kettenreaktion entsteht“, sagt Muerth.
Jede und jeder. Die Klimastaffel, bei der Interessierte von einer Gemeinde in die nächste radeln und dort symbolisch ein Staffelholz übergeben, bringe gut zum Ausdruck, „was mir persönlich sehr am Herzen liegt. Jede und jeder“, so Muerth, „kann etwas für Klimaschutz und fairen Handel tun. Wir müssen uns nur bei vielen kleinen Schritten im Alltag bewusst dafür entscheiden. Und wenn das viele tun und sich dann auch noch vernetzen, dann kann dadurch auch ein Druck aufgebaut werden, der die Politik und die Wirtschaft zum Handeln zwingt“, ist Muerth überzeugt.
Mag. Petra Muerth: „Es ist mir wichtig mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie davon zu überzeugen, dass wir es selber in der Hand haben, etwas für den Klimaschutz zu tun. Nur über die enttäuschende Politik zu jammern, ist einfach zu wenig.“