Ein umspülter Stein im Bachbett. Das Feste, und das Weiche, Fließende. Beide gehören zum Leben. Urlaub und Ferien bieten die Möglichkeit, das Zusammenspiel zwischen dem Festen und dem Fließenden im Leben neu zu finden.
Die Suche nach festem Halt ist das eine. Gerade in Umbruchzeiten ist die Sehnsucht nach dem Grund, der hält, groß. Etwas Fixes soll sein, das nicht den Strömungen der Zeit unterworfen ist. Doch auch das andere gilt: Wer nur festhält und nicht loslassen kann, kommt gerade deshalb in den Strömungen der Zeit in Turbulenzen.
Ferien und Urlaub, das sind geschenkte Zeiten – eine Einladung, ohne den drängenden Druck des Alltags Halt zu suchen und zugleich Beweglichkeit zu wagen. Die Erstarrungen des Lebens können aufgebrochen werden, neu ins Fließen kommen. Und umgekehrt: Wo alles nur noch im Fluss ist, tut die Besinnung darauf gut, was wirklich Halt gibt. Auch ein Stein im Bach kann so zur Predigt werden. „Der Fels ist Christus“, sagt die Heilige Schrift.
Das Team der KirchenZeitung wünscht allen Leserinnen und Lesern eine schöne Sommerzeit.