Über tausend Telefonseelsorger/innen aus 26 Ländern tagten in den vergangenen Tagen in Wien. Marlies Matejka hat die Hebel für diesen Kongress in Bewegung gesetzt.
„Es gab zunächst viele Bedenken, ob wir das auch schaffen, so einen großen Kongress zu organisieren“, erzählt Marlies Matejka. „Aber wenn man seit 30 Jahren beim internationalen Verband der Telefonseelsorge dabei ist, war es an der Zeit, diese Aufgabe zu übernehmen. Mit nur 28 hauptamtlichen Mitarbeiter/innen in ganz Österreich wäre das nicht gegangen, aber wir haben sehr viel Unterstützung bekommen, von der Bischofskonferenz, von Sponsoren, Bundesstellen und vor allem von unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen“, freut sich die Obfrau des für den Kongress neu gegründeten Vereins Telefonseelsorge.
Zeit und Herz. Vor 30 Jahren führte die Liebe Matejka von Deutschland nach Wien. Bereits zwei Jahre später begann die hauptberufliche Bewährungshelferin bei der Telefonseelsorge ehrenamtlich mitzuarbeiten. Auch während der Karenzzeit zu ihren drei Töchtern blieb sie „am Draht“. 1992 stieg Matejka hauptberuflich bei der Telefonseelsorge Wien ein, seit drei Jahren ist sie Leiterin. Seit ihren Anfängen hat sie erlebt, wie wichtig es ist, den Dienst der österreichweit rund 800 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen wertzuschätzen. „Sie sind das Rückgrat dieser Arbeit, sie investieren viel Herz, Zeit und Zuwendung. Und sie tun das auch deshalb gerne, weil sie bei der Telefonseelsorge eine gute Aus- und Fortbildung bekommen, die sie selber stärkt“, ist Matejka überzeugt. „Und es gibt so viele Geschichten, wo man einfach erlebt, wie wichtig dieses Angebot für die Menschen ist.“