Wenn die Rede auf den Einsatz der katholischen Kirche für Menschen mit HIV bzw. Aids kommt, wird zwar zugestanden, dass sich viele Orden und Hilfseinrichtungen in diesem Bereich vorbildhaft engagieren. Dann aber kommt das große „Aber“: Mit ihrem Kondomverbot gefährde die Kirche auch viele Leute. Bischof Küng hat vor kurzem dazu klare Worte gesprochen: Die Verwendung von Kondomen zum Schutz vor Ansteckung anderer, ja sogar die Verteilung dafür, widersprechen nicht der kirchlichen Lehre. Damit kann man jetzt – hoffentlich – auch ruhig darüber reden, dass die breite Verteilung von Kondomen durch nationale und internationale „Gesundheitsprogramme“ oft nur ein Feigenblatt für die fehlende Bereitschaft zu tiefgreifenden Maßnahmen ist. Denn Aids ist eine Krankheit, die dort ihren „besten“ Nährboden hat, wo Armut, Unwissenheit und die Unterdrückung der Frauen Alltag sind.
Hans Baumgartner
Moderne Züge und ihre Tücken
So vorteilhaft eine Fahrt mit einem Schnellzug ist, der alle technischen Stückeln spielt und auf höchstem Komfort konzipiert ist, so fatal kann sich eine solche Fahrt auch gestalten. So geschehen in Deutschland, wo etliche Fahrgäste in ICE-Zügen wegen Ausfalls der Klimaanlage und der dadurch aufkommenden extremen Hitze fast kollabierten – denn in den modernen Zügen lassen sich die Fenster nicht öffnen. Aus Sicherheitsgründen; und natürlich auch deshalb, damit die Klimaanlage optimal funktioniert. Wenn nun gerade bei Hitze die moderne Technik versagt, ist das bitter. Hitzekoller hat es in Zeiten, als Züge noch Schiebefenster hatten, wohl nicht gegeben.