Eine Erhebung der Gesundheit Österreich GmbH bestätigt, worauf die Träger der Freien Wohlfahrt wie Caritas und Diakonie seit Jahren hinweisen: die Kosten für die Pflege alter und kranker Menschen werden in den kommenden Jahren deutlich ansteigen. Die nun vorliegenden Prognosen weisen für die nächsten zehn Jahre für den mobilen und teilstationären Bereich eine Steigerung von 75 Prozent auf, von derzeit 385 Millionen Euro auf 675 Millionen. Die Kosten der stationären Pflege werden um 26 Prozent von 1,14 Milliarden auf 1,44 Milliarden Euro steigen. Mit den derzeitigen Finanzierungssystemen könne eine qualitätsvolle Pflege für alle, die diese benötigen, nicht sichergestellt werden, betont der Direktor der evangelischen Diakonie, Michael Chalupka. Und Caritaspräsident Franz Küberl fordert von der Politik rasches Handeln. „Man hat in Wirklichkeit erst sehr spät angefangen, die Entwicklung genauer anzuschauen.“ Gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtseinrichtungen wollen Caritas und Diakonie in den kommenden Wochen ein Modell für einen neu zu errichtenden Pflegefonds ausarbeiten. Kernanliegen ist, die Pflege aus der damit überforderten Sozialhilfe wegzubekommen und auf sichere finanzielle Beine zu stellen.