Der Vatikan hat mit dem Lehrschreiben "Dignitas personae" (Die W?rde der Person), das am 12. Dezember 2008 im Vatikan vorgestellt worden ist, Position zu den Themen Stammzellforschung, Klonen und Pr?implantationsdiagnostik bezogen. Danach lehnt die G
Mit dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung hat Papst Benedikt eine neue Vatikanbehörde geschaffen. Leiten wird sie Kurienerzbischof Rino Fisichella.
Die Kirche stecke in einigen Regionen der Welt in einer „schweren Krise“, so Papst Benedikt. Immer mehr Menschen wenden sich von der Kirche ab. Vor allem in jenen Ländern, in denen der christliche Glaube traditionell schon lange verankert sei, soll die Verkündigung der Botschaft Jesu nun gefördert werden – mit dem neuen Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung. Es gehe um Regionen, „wo es Getaufte gibt, von denen die meisten aber keine praktizierenden Katholiken mehr sind, wo die Gleichgültigkeit gegenüber der Religion und die Entfernung von der Kirche wächst“, sagt Erzbischof Rino Fisichella. Als Chef der neuen Vatikanbehörde sieht er seine künftige Aufgabe als „Herausforderung“. Die Kirche lebe von „Reinigung und Erneuerung“, so Rino Fisichella, der im Missbrauchsskandal auch eine Chance zum Aufbruch sehe.
Werdegang. Erzbischof Fisichella, der am 25. August 1951 im italienischen Codogno geboren wurde, gilt als Mann ohne große Berührungsängste. Er ist bekannt für seine oft medial geführten ethischen Debatten. 1976 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Danach lehrte er als Professor für Fundamentaltheologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1998 zum Weihbischof in Rom. Von 2002 bis 2010 leitete Fisichella die Päpstliche Lateran-Universität. Seit 2008 ist der Italiener Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben. In dieser Funktion setzte er sich beispielsweise für die Wachkoma-Patientin Eluana Englaro ein, die 2009 gestorben ist. Er sagte damals, bei einem Patienten die Versorgung mit Wasser und Nahrung einzustellen hieße, einen Menschen verhungern und verdursten zu lassen.