Aschenbecher wird man in bayrischen Gaststätten nicht mehr finden. Denn dort gilt seit 1. August ein absolutes Rauchverbot. Dazu geführt hat ein Volksbegehren „Für echten Nichtraucherschutz“. Die Mehrheit der Wähler/innen hat sich dabei also für ein striktes Rauchverbot in Lokalen entschieden. Bayern reiht sich damit nun in die Riege Englands, Irlands und – seit 1. Juli – auch Bulgariens ein, die die strengsten Rauchergesetze in der Europäischen Union haben. In anderen EU-Ländern wie etwa in Griechenland, Schweden oder auch Österreich, sieht das Gesetz im Groben die räumliche Trennung von Rauchern und Nichtrauchern vor.
Wenn es um den Tabakkonsum geht, schlagen die Wellen oft hoch. Rauchen sei eine Art Ritual, gehöre zum Leben dazu, sei nicht selten fixer Bestandteil einer Kultur, so die Befürworter. Ein Verbot käme einer Ausgrenzung und Diskriminierung gleich, hört man. Nichtraucher hingegen fühlen sich vom Gestank des kalten Rauchs massiv belästigt. Bei den vielen Pro und Kontras darf allerdings ein ganz wichtiger Punkt nicht übersehen werden: die Gesundheit, die durch das Rauchen massiv gefährdet ist. Dabei gehen nicht nur Raucher ein erhöhtes Risiko ein, etwa an Lungenkrebs, Herzinfarkt oder Asthma zu erkranken und zu sterben. Laut einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation sterben pro Jahr auch rund 600.000 Passivraucher an den Folgen des blauen Dunstes. So gesehen ist die geplante Einführung eines EU-weiten Rauchverbots in öffentlichen Räumen und Lokalen bis 2012 absolut zu begrüßen.