Ein Jahr nach dem Massaker in einem Christenviertel der nordostpakistanischen Stadt Gojra gedachte die Kirche – trotz schwieriger Situation vor Ort – der Opfer mit einer Messe. Am 1. August 2009 hatten dreitausend muslimische Fanatiker mit Stöcken und Schusswaffen ausgerüstet das christliche Viertel von Gojra gestürmt. Eine achtköpfige Familie war damals in ihrem Wohnhaus eingesperrt und bei lebendigem Leib verbrannt worden, mehr als 20 Menschen wurden bei dem Überfall verletzt, über 50 Häuser und zwei Kirchen in Brand gesteckt. Erst Mitte Juli hatte es in der Region erneut einen religiös motivierten Mord an Christen gegeben.