Die Menschen in den Flutgebieten Pakistans werden nach Einschätzung von Caritas international noch längere Zeit auf Hilfe angewiesen sein. Weil große Teile der landwirtschaftlichen Anbaugebiete völlig überschwemmt seien, könnten sie in absehbarer Zeit keine Ernte mehr erbringen, teilte die Caritas mit. Von den Überschwemmungen sind laut UNO 15 Millionen Menschen betroffen. Bisher sind mehr als 1700 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Großteil der Häuser in den Flutgebieten sei von den Wassermassen zerstört worden, hieß es. Mitarbeiter der Caritas Pakistan versorgen rund 30.000 Menschen mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Moskitonetzen und Not-Zelten. Rund 3000 Menschen werden medizinisch betreut. Für die Nothilfe stellt die Caritas Österreich vorerst 20.000 Euro aus Mitteln der Augustsammlung zur Verfügung. Bei den Überschwemmungen in Pakistan handelt es sich nach Angaben des Außenamtes um die schlimmsten seit 80 Jahren. Besonders betroffen sei der Nordwesten Pakistans, zunehmend aber auch die südlichen Provinzen des Landes. Die Angst vor einem Ausbruch von Infektionskrankheiten wächst. Regionale Behörden meldeten bereits mehrere Cholera-Fälle.