Pfarrer August Aichhorn (rechts) mit Gottesdienstbesucher/-innen in Tracht bei der Kräuterlandschaft der Pfarre: „Hier arbeiten Menschen ehrenamtlich zusammen, dass vor der Kirche in den Kräutern Zeichen des Heiles zu riechen, zu schauen, zu tasten … sind. In der Kirche feiern wir dann immer wieder das Heil, das uns in Jesus geschenkt ist.“
Seit Errichtung der Kräuterlandschaft rund um die Kirche im Jahr 2003 hat der Mariä- Himmelfahrts-Tag in Pregarten einen besonderen Stellenwert.
Die Bäuerinnen, die Goldhauben- und Kopftuchgruppe Pregarten und der Bezirksbauernchor Freistadt gestalteten heuer den Festtag mit. Dabei kamen zahlreiche Kirchenbesucherinnen in Tracht zum Gottesdienst, weil der Marienfeiertag in der Pfarre auch als Tag der Tracht begangen wird. Am Kirchenplatz weihte Pfarrre August Aichhorn Kräuter und die Kräuterbüschel, die verteilt wurden. In seiner Predigt wies er auf Martin Luther hin. Der Reformator verglich das Wort Gottes mit einem „Kräutlein, das uns Duft schenkt, wenn wir es nur ein wenig reiben“. Wie mit den Kräutern ist es oft auch bei den Menschen, sie geben den besten Duft in unsere Hand, wo wir sie streicheln. Pfarrer Aichhorn: Dem Wort Gottes Raum geben heißt, dem Wachstum Raum geben. „Selig bist du, weil du geglaubt hast, was der Herr dir sagen ließ!“ Dieses Wort an Maria gilt auch für uns. Gott sagt sich zu, Gott nimmt unter uns Raum. Gott schenkt sich uns, damit auch wir einander Geschenk sein können, so der Pfarrer.