Die evangelische Kirche in Deutschland drängt auf eine gründliche Analyse des Afghanistan-Einsatzes der deutschen Bundeswehr. Dafür müsse man sich Zeit nehmen, statt politische Debatten zu führen, so der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider. Es gebe viele Probleme, wie etwa mangelnde Legitimation der afghanischen Regierung, Korruption, Schwierigkeiten eines Vielvölkerstaates und die Sorgen der Menschen um ihre Existenz. Diese Fragen machen es der Regierung schwer, die Verantwortung in afghanische Hände zurückzugeben, so Schneider. Aber die Alternative, drin zu bleiben, sei auf Dauer auch keine.