Rund 200 Menschen folgten der Einladung der Ordensgemeinschaft und des Krankenhauses der Elisabethinen sowie der KirchenZeitung aus Anlass des Welttages der Kranken am 11. Februar – und sie erlebten einen berührenden und besinnlichen Nachmittag. „Durch Krankheit bin ich aufgewacht.“ Zu diesen Thema erzählte Pallottinerpater Dr. Heribert Niederschlag nicht nur, wie es ihm selbst mit einer lebensbedrohlichen Krankheit ging. Er erzählte, wie der bekannte Filmregisseur Chris-toph Schlingensief, der im Jahr 2010 an einer Krebserkrankung starb, sein Leiden symbolisch an die Öffentlichkeit brachte, indem er das Röntgenbild mit seinem Tumor in eine Monstranz fasste – an der Stelle, in der sonst die Hostie sich befindet. Als er schließlich auf seiner Station ein ebenfalls schwer krankes Kind schreien hörte, betete er zu Gott, er möge doch ihn sterben, dafür dieses Kind leben lassen. Krebserkrankungen seien bisher nur unter dem Aspekt der Belas-tung erforscht worden. Für manche Menschen kann Krankheit jedoch zu einer Reifung führen. Beim Tag der Kranken erlebten die Teilnehmer auch die Ge-schichte jener Frau aus dem Lukasevangelium, die an Blutungen litt, auf neue Weise mit. In einem „Bibliolog“ brachten – angeregt von Sr. Ruth Puchner –viele Teilnehmer/innen ihre eigenen Lebenserfahrungen anhand der Begebenheit aus dem Lukasevangelium ein.