„Das monastische Leben ist nicht nur für Europa gedacht, es hat in allen Kulturen Platz und kann sie bereichern“, sagt P. Maxiximilian Neulinger. Der Abt von Lambach engagiert sich darum im Verein „Hilfe für Klostergründungen“.
Um gezielt und nachhaltig Unterstützung geben zu können, haben sich die Benediktiner/innen, Zisterzienser/innen und Trappist/innen zusammengetan und 1961 ein gemeinsames Hilfswerk (AIM) gegründet. Alle drei Orden leben nach der Regel des heiligen Benedikt. Die Bilanz zum 50-Jahr-Jubiläum von AIM kann sich sehen lassen. Es wurde die Gründung von über 450 Gemeinschaften begleitet. Tatsächlich ist die Zahl der unterstützten Ordenshäuser noch weit höher, denn einzelne Klöster haben natürlich über AIM hinaus mit Gemeinschaften besondere Beziehungen, wie zum Beispiel Schlierbach mit ihrer Gründung Jequitiba in Brasilien, oder Wilhering mit Zisterzienserklöstern in Bolivien. „Damit es keine Zweigleisigkeiten gibt, ist es aber gut, dass die Hilfe strukturiert wird“, betont Abt Maximilian.
Auf eigene Füße stellen. Die Art der Unterstützung ist völlig unterschiedlich. So meldete eine Ordensgemeinschaft aus Uganda die Möglichkeit einer Neugründung, weil sie genügend Schwestern hat. Das wurde dank AIM im Tschad möglich. Oder es werden Häuser für die Ausbildung des Nachwuchses gebaut oder es wird – wie erst unlängst – 32 Schwestern in Tansania ein Schulabschluss finanziert. Abt Maximilian: „Wir möchten mit unserem Beitrag Gründungen ermöglichen oder junge Klöster lebensfähig machen. Da gehört Unterstützung für Gebäude genauso dazu wie Hilfen zur Ausbildung.“ AIM hat im letzten Jahrzehnt mehr als 70 Frauenklöster und mehr als 30 Männerklöster unterstützt. Unter den einzelnen Ländern führt Tansania die Liste der Empfänger an, gefolgt von Indien und der Ukraine. In Asien boomt vor allem das benediktinische Leben in Vietnam. Die österreichische monastische Familie trägt jährlich rund 60.000 Euro zu AIM bei.