„Es war ein Bündnis gegen den Zeitgeist“, sagte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer bei der Feier der „Allianz für den freien Sonntag“. Er nahm damit Bezug auf deren Gründung vor 14 Jahren in Ober-österreich. Seit zehn Jahren ist die Allianz österreichweit und seit heuer EU-weit tätig.
Kirche und Arbeitnehmervertretung. In Österreich sind 56 Organisationen, in Oberösterreich 34 Organisationen Mitglied bei der Sonntags-Allianz. Kirche und Arbeitnehmervertretung sind wichtige Motoren. Das Land OÖ ist ebenso bei der Allianz wie viele christliche Kirchen und viele Vereine. Die Freiwillige Feuerwehr trat zum Beispiel wie „migrare“ und der Katholische Familienverband OÖ beim Festakt am 1. Dezember bei.
Zeitwohlstand. Altbischof Maximilian Aichern, von Anfang an für die Allianz engagiert, wies beim Festakt darauf hin, dass Wohlstand auch am „Zeitwohlstand“ gemessen werden könne. Bischof Aichern und Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz nannten den arbeitsfreien Sonntag „das älteste Sozialgesetz der Welt“. Bischof Ludwig sprach sich dafür aus, den Sonntag als Weltkulturerbe zu schützen. Es müsse ein gutes Gesetz sein, wenn es so lange schon gehalten hat, nahm Landeshauptmann Pühringer den Hinweis „ältestes Sozialgesetz der Welt“ auf.
Wächter sind notwendig. Die Allianz hat sich sehr gut entwickelt. Sie brauche aber Wächter, die das Anliegen weiterhin gegen alle möglichen Begehrlichkeiten schützen. Es seien Begehrlichkeiten des wirtschaftlichen Verdrängungswettkampfes. Das Interesse der meisten Handelsgeschäfte, der kleinen und mittleren Betriebe und das der Beschäftigten sowie jenes der Vereine ist ähnlich: Sie alle wollen für möglichst viele Berufsgruppen den arbeitsfreien Sonntag. Der Geistliche Assistent der Katholischen Aktion, Mag. Christian Öhler, erzählte, dass ihm ein Arbeitnehmer sagte, er freue sich, „dass ihr für den freien Sonntag kämpft“. „Ja, es muss uns wert sein, dafür zu kämpfen, dass die Sonntags-Freizeit eine Sonntags-Festzeit ist“, griff Öhler das Wort „Kampf“ auf.
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