Arbing/Jerusalem. „Das sind die heiligen Momente im Leben eines Menschen: unbezahlbar, unbeschreiblich und im wahrsten Sinne unfassbar.“ So beschreibt Johannes Aschauer aus Arbing den Moment, da er zusammen mit Otto Klär aus Neustift i. Mkr. und David Zwilling aus Abtenau am 26. Dezember letzten Jahres nach einem sechsmonatigen Pilgerweg zu Fuß die Grabeskirche in Jerusalem erreicht hatte. Genau am Heiligen Abend waren sie zuvor in Bethlehem angekommen – und wären beinahe nicht zur Christmette eingelassen worden, weil sie die Tickets in Jerusalem abholen hätten sollen. Doch es fand sich noch ein Weg. Die Christmette hier feiern zu können, bedeutete nach einem so langen Weg „unermessliche Glückseligkeit“. In einem bei Styria erschienenen Buch beschreibt Aschauer die Erlebnisse auf dem Weg durch durch zehn Länder, wie sie auf Kreuzfahrerrouten, dem Paulusweg und alten Pilgerwegen unterwegs gewesen sind.Exakt neun Monate hat Aschauer am Buch gearbeitet. Geistig, erzählt er, ist er ein Jahr danach noch immer auf dem Pilgerweg.
Johannes Schauer, Auf dem Jerusalemweg, Styria-Verlag 2010, 380 Seiten, über 300 Bilder und Karten, € 21,–.