Pfarre Eberstalzell hilft in Rumänien seit 15 Jahren
Nicht um sich selbst wollte die Pfarre Eberstalzell kreisen, als 1994 „500 Jahre Pfarrkirche“ gefeiert wurde. Nachdem man ein Haus im kroatischen Friedensdorf MIR finanziert hatte, beschloss der Pfarrgemeinderat einstimmig weiterzumachen – so nahm die Rumänienhilfe ihren Anfang.
Der Nikolaustag 1996 ist für die Pfarre Eberstalzell ein denkwürdiges Datum: Da brachten Vertreter der Pfarre eine erste Rate von 50.000 DM in den rumänischen Ort Blaj, um zum Kirchenbau beizutragen. Seither ist die Unterstützung für Rumänien nicht mehr abgerissen, erzählt Johann Pramhaas, Mann der ersten Stunde und Motor der Aktivitäten bis heute. Nach dem Kirchenbau sind Unterstützungen für ein Jugendheim, Waisenhaus und Behindertenheim nach Rumänien geflossen. „Man lernt nach und nach interessante Leute kennen, denen man auch gerne hilft“, sagt Pramhaas, der Werkmeister war und seit 2004 in Pension ist. Die Arbeit geht der „Osthilfe Eberstalzell“ nicht aus. Inzwischen ist sie auch für Kenia und Ghana engagiert. Die Bilanz kann sich sehen lassen. Seit 1996 wurden 312 Tonnen Hilfsgüter mit über 100 Lieferungen in den Osten und nach Afrika transportiert. Allein im Jahr 2011 haben 30 Eberstalzeller/innen und Helfer/innen aus den Nachbargemeinden an 205 Tagen im Dienste der Osthilfe gearbeitet. Allein 750 Rollstühle wurden versandt.
Erfolge machen Mut. Getragen wird das Engagement der Osthilfe-Aktivisten von der ganzen Pfarre. Als finanzielles Standbein wurde ein monatlicher Pfarrkaffee ins Leben gerufen, der von den einzelnen Ortschaften durchgeführt wird. Mit den Einnahmen können Transporte finanziert werden, die trotz der großzügigen Hilfe einer Reihe von Firmen viel Geld kosten. „Die vielen gut abgeschlossenen Projekte sind eine Stärkung und machen Mut weiterzutun“, sagt Johann Pramhaas.
- Am Samstag, 21. Jänner 2012 (Pfarrsaal, 19.30 Uhr) gibt die Osthilfe Eberstalzell einen Rückblick auf 15 Jahre Arbeit für die Menschen in Rumänien, Kenia und Ghana.