Als ermutigend erlebte die österreichische Pfarrgemeinderats-Delegation ihre Fahrt nach Rom: Pfarrgemeinderäte übergaben Papst Benedikt XVI. eine 1000-seitige Apostelgeschichte der Gegenwart, sie beteten an den Gräbern der Apostel und begegneten Mitarbeitern der römischen Kurie.
Bereits im Februar 2007 waren Pfarrgemeinderäte in Rom und überbrachten Papst Benedikt XVI. in vier Bänden 656 Berichte aus einzelnen Pfarren. Die Pfarren schrieben – so das Motto der Initiative – die Apostelgeschichte der Bibel weiter. Die Beiträge sollten verdeutlichen, dass der Alltag einer jeden Pfarre mit ihren Erfolgen und Freuden, aber auch Sorgen und Nöten Teil der Geschichte Gottes mit seiner Kirche ist. Der Papst bat bei seinem Besuch im September 2007 in Mariazell das Projekt weiterzuverfolgen, und so entstanden nun weitere 220 Beiträge aus den insgesamt 3032 Pfarren Österreichs. Der Papst ermunterte die Pfarrgemeinderäte, mit ihrem Leben die Bibel weiterzuschreiben.
Pfarrgemeinderäte werden geschätzt. Der Leiter der deutschsprachigen Sektion im vatikanischen Staatssekretariat, Msgr. Winfried König, hob das gute vatikanische „Rating“ hervor, mit dem die Arbeit der Pfarren Österreichs im Vatikan bewertet wird: „Wir schätzen den Dienst der Pfarrgemeinderäte sehr. Die Kirche baut auf ihrer Arbeit an der Basis auf. Es ist zudem wichtig, dass die österreichische kirchliche Basis nach Rom kommt, um hier über die Situation zu informieren“, sagte König beim Treffen mit der Delegation. Stefanie Hinterleitner, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Jugend OÖ, hofft, dass die Beiträge der Pfarren nicht verstauben, sondern deren Sorgen ernst genommen werden und auch zu Veränderungen in der Kirche führen. Für den PGR-Referenten von Oberösterreich, Hans Putz, war die Fahrt eine Ermutigung im Blick auf die Pfarrgemeinderats-Wahlen im März 2012.