Linz-Herz Jesu: Kritiker verließen Sitzung aus Protest
Bei der außerordentlichen Pfarrgemeinderatssitzung erklärten die Kritiker des Pfarradministrators, dass sie mittlerweile keinen Sinn mehr sehen, sich für die Wahl aufstellen zu lassen.
Linz-Herz Jesu. Teile der Pfarrgemeinde kritisierten in Linz-Herz Jesu, dass Pfarradministrator Dietmar Neubauer unliebsame Kritiker trotz zahlreicher Nennungen erst gar nicht auf die Kandidatenliste zur Pfarrgemeinderatswahl lasse (die KirchenZeitung berichtete). 13 Pfarrgemeinderäte und Pfarrmitglieder erhoben Anfang März Einspruch gegen die Liste. Bei einer von der diözesanen Wahlkommission angeregten außerordentlichen Pfarrgemeinderatssitzung am letzten Donnerstag, 8. März, wurde dann nicht der Einspruch behandelt, sondern es wurden bis zu vier weitere Zusatzkandidaten gesucht. Bei der Sitzung erklärten die Kritiker jedoch, dass sie keinen Sinn mehr sehen, sich unter diesen Voraussetzungen für die Wahl aufstellen zu lassen. Sie verließen unter Protest die Sitzung. Letztendlich verblieb nur eine einzige zusätzliche Kandidatin, die nachnominiert wurde.
Kritik des Dechants. Sehr kritisch sieht diese Situation Franz Peter Handlechner, Dechant von Linz-Süd. Pfarradministrator Neubauer habe bereits viele Menschen aus der Pfarre vertrieben. Er verweist darauf, dass im vergangenen Jahr etwa zahlreiche Erstkommunionkinder und ihre Eltern in die Nachbarpfarren ausgewandert sind. Der Pfarradministrator war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.