Pilger-Schwerpunkt bei der Langen Nacht der Kirchen
Die Lange Nacht der Kirchen setzt in der 7. Auflage neben Altbewährtem auch auf experimentelle Neuheiten. Im Mittelpunkt wird am 1. Juni das Pilgern stehen. Neun christliche Konfessionen sind als Veranstalter mit an Bord.
Ausgabe: 2012/21, Lange Nacht der Kirchen, Pilgern, Schwerpunkt, Kirche, Glückler
23.05.2012
- Paul Stütz
„Die Kirche wird hier als öffentlicher Raum auch für Zwischendurch und nicht nur als frommer Andachtsraum präsentiert“, sagt Superintendent Dr. Gerold Lehner, Evangelische Kirche A. B., zur Langen Nacht der Kirchen am 1. Juni 2012. Und für Generalvikar DDr. Severin Lederhilger ist klar, dass man mit der Langen Nacht der Kirchen ausdrücklich die Herausforderung annehme, auf dem „Markt der Sinn-Anbieter“ mit einem erkennbar christlichen Profil präsent zu sein. Besonders soll das diesmal mit einem Schwerpunkt zum Pilgern gelingen. Die Form der Sinnsuche gewinnt in der Beschleunigung des Alltags immer mehr an Bedeutung. Das Pilgerangebot der Langen Nacht der Kirchen am 1. Juni reicht vom Vortrag über das Jerusalempilgern, dem Einblick in das mittelalterliche Pilgern an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität bis zum Nachtpilgern auf den Pöstlingberg in Linz.
Eingekerkerte Pilger. Wie man im Mittelalter gepilgert ist, vermittelt etwa Bibliotheksdirektor Dipl.Theol. Ingo Glückler von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. Dafür wird er eigens in ein historisches Kostüm schlüpfen und einen Pilgerbericht szenisch präsentieren. Erfahren können die Zuhörer/innen dabei, dass die Pilger bei der Ankunft im Heiligen Land eher unsanft behandelt wurden. Drei Tage lang mussten sie eingekerkert in sogenannten Angsthöhlen verbringen, damit sämtliche Personalia aufgenommen werden konnten, wie Glückler bei der Pressekonferenz zur Langen Nacht der Kirchen eine Anekdote erzählt. Viel Platz für Experimentelles bieten die Kirchenräume in der Langen Nacht. Dazu zählt heuer nicht nur die Lichtinstallation im Linzer Mariendom, sondern auch die Jugendkirche in der Stadtpfarre Urfahr. Unter Begleitung des Künstlers Solomon Okpurukhre hat jeder die Möglichkeit, an einem überdimensionalen Gemälde mitzuwirken.
www.langenachtderkirchen.at/linz