Am 18. März fanden in ganz Österreich die Pfarrgemeinderatswahlen statt. Anders in Kopfing, wo man den Urnengang auf den kommenden Sonntag, 10. Juni, verschoben hat.
Begründet ist der vom Rest Österreichs abweichende Wahltermin durch den im vergangenen Herbst eskalierten Streit in der Pfarre, in dem es vor allem um das Wirken des polnischen Geistlichen Andreas Skoblicki ging. Nach monatelangem Konflikt legte Kopfings Pfarradministrator sein Amt nieder. Zurück blieb eine Gemeinde, durch die ein großer Riss ging zwischen Befürwortern und Kritikern des Andreas Skoblicki. Ein halbes Jahr später sind die Wogen offenbar deutlich geglättet, wie Pfarrprovisor Johann Gmeiner berichtet. Zwar habe sich der alte Konflikt noch nicht vollständig aufgelöst, aber er spüre auf beiden Seiten großes Bemühen, so Gmeiner, der auch Dechant von Kallham ist: „Der gute Wille ist da“, betont er. An der Kandidatensuche für die Wahl zum Pfarrgemeinderat hätten sich viele beteiligt, so Gmeiner. Zwölf Plätze in dem pfarrlichen Gremium sind zu vergeben, aus insgesamt 19 Personen kann die Pfarrbevölkerung nun wählen. Das sind fünf Kandidat/innen weniger als zuerst angepeilt. Hier sei noch spürbar, dass der Konflikt etwas nachwirke, erklärt Johann Gmeiner. So hätten einige Personen, die ursprünglich für die Kandidatenliste vorgeschlagen wurden, nicht zugesagt. Jene deutlichen Befürworter des ehemaligen Pfarradministrators Skoblicki aus dem „alten“ Pfarrgemeinderat werden fast zur Gänze nicht mehr kandidieren.