Zeichen der Zeit wahrnehmen als Aufforderung des Pariser Soziologen Michael Hochschild an die junge Priestergeneration bei einem Treffen in Kremsmünster.
Einmal im Jahr treffen sich junge Priester der Diözese Linz aus den letzten zehn Weihejahren zum gemeinsamen Austausch. Beim diesjährigen Treffen im Juni kamen 25 Jungpriester im Exerzitienhaus Subiaco in Kremsmünster zusammen. Diözesanbischof Ludwig Schwarz war auch mit von der Partie und sprach zum Jahr des Glaubens, das in den Pfarren und Ordenshäusern verstärkt zum Thema gemacht werden sollte. Gemeinsam mit dem Pariser Soziologen Michael Hochschild widmeten sich die Jungpriester dem Thema „Wandel der Religion“. In zwei Gruppen sollten die Priester zuerst Gründe angeben, die für oder gegen eine Kirchenkrise sprechen. Anhand der Ergebnisse machte Hochschild deutlich, dass die Kirchenkrise hauptsächlich quantitativ, während die Stärken des Glaubens qualitativ beschrieben werden. Die Diskussion förderte außerdem zu Tage, dass die Kirche als soziales Netzwerk verschiedener Anhängerschaften zu sehen sei und nicht mehr einer homogenen Gruppe entspricht. Hochschild forderte die Jungpriester auf, die Zeichen der Zeit wahrzunehmen und zeitgemäß zu wirken.