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Wie Helmuth Schattovits, der Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Familienforschung, im Interview mit der Kirchenzeitung ausführte, seien 1979 und 1981 dem „Familienlastenausgleichsfonds“ (FLAF) die Einnahmen um insgesamt 25 Prozent gekürzt worden, um diese Gelder den Pensionskassen zuzuführen.
Der FLAF sei dazu missbraucht worden, die Budgets anderer Ressorts zu entlasten, etwa das der Bundesbahnen und anderer öffentlicher Verkehrsträger. Schattovits kritisierte zudem, dass die Familienbeihilfen im Zeitraum von 1992 bis 1996 nicht mehr an die Inflationsrate angepasst worden seien.
Zu dem neuen Sparpaket der Regierung sagte er: „Eine ganz konkrete Auswirkung wird sein, daß die Verarmung von Familien mit Kindern, besonders wenn sie von einem Einkommen leben müssen, weiter zunimmt.“ Er hielt fest, dass die Regierung mit ihrer Politik dazu beitragen würde, dass es zu gesellschaftlichen Spannungen zwischen Jung und Alt kommen werde. „Anstatt die Solidarität zwischen den Generationen zu fördern, werden die Kinder immer mehr ausgeblendet.“
Schattovits begrüßte es, dass die Altersarmut in Österreich weitgehend beseitigt wurde. „Aber wie wurde das erreicht?“, fragte er im Interview und gab selbst die Antwort: „Indem man klar definiert hat, was das Existenzminimum für einen Pensionisten bzw. ein Rentnerehepaar ist. Diese Sätze wurden in den vergangenen Jahren auch stärker angehoben als die übrigen Pensionen.“ Genau das würde aber bei den Familien fehlen: „Es gibt keine politische Übereinkunft über ein Existenzminimum, das jedem Familienmitglied zur Verfügung stehen soll.“ Er vertrat deshalb die Auffassung, dass es eine staatliche Grundsicherung für alle Generationen geben müsse.
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