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Im Haushalt sind es meist die Frauen, die die Hausarbeit erledigen. Dieser Satz galt vor 30 Jahren noch mehr als heute. „Für viele Frauen, gerade solche, die zeitlebens unbezahlte Hausarbeit geleistet haben, gilt Geld oft von vornherein als schmutzig oder zumindest als etwas, worüber man nicht redet“, zitierte die Kirchenzeitung die Theologin Silvia Hagleitner, die vor 30 Jahren in Gmunden Referentin des Arbeitskreises „Feminismus und Kapitalismus“ der 1. Europäischen Frauensynode war. Auf der einen Seite wäre es wichtig, dass Frauen Geld fordern für ihre Arbeit, auf der anderen Seite sollten sie sich nicht der kapitalistischen Lebensweise hingeben, in der Geld zerstörend und ausbeutend wirken würde – so der Tenor des Arbeitskreises. Frauen, die schon einmal angestellt gewesen waren, schätzten den Wert ihrer Arbeit höher ein als jene, die noch nie angestellt gewesen waren, berichtete Silvia Hagleitner. Hausarbeit wurde damals (wie auch heute) unterschätzt und ausgebeutet. Da Frauen diejenigen waren, die den Großteil dieser Arbeit verrichteten, waren sie diejenigen, die am Ende leer ausgingen. Das wirkte sich auch negativ auf das Selbstwertgefühl der Frauen aus. Ein noch größeres Problem stellte jedoch die fehlende Bezahlung dar, denn Frauen benötigten ein existenzsicherndes Grundeinkommen, um unabhängig sein zu können. Ein Lösungsansatz für dieses Dilemma wäre, die Hausarbeit gleichmäßig zwischen den Partnern aufzuteilen – dies war eine der Hauptaussagen der Frauensynode. „Eine Veränderung in diesem Sinne ist allerdings eine große Herausforderung für alle Beteiligten, die Geduld, Lernbereitschaft und Gelassenheit voraussetzt“, meinte die Theologin Silvia Hagleitner.
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