Hannah Bilgeri MA ist Pastoralassistentin in Ausbildung in der Pfarre Bruder Klaus in Dornbirn Schoren.
Vertreter:innen von sieben christlichen Kirchen und in der Ökumene Engagierte kamen am 10. Juni in den Linzer Bischofshof. „Ökumene ist im Großen wie im Kleinen bedeutend“, erklärte Pühringer und betonte, dass all das, was in den Pfarren an Begegnung und Dialog passiere, also die Ökumene der kleinen Schritte, nicht zu unterschätzen sei. Er sei dankbar für die guten ökumenischen Beziehungen, die im Laufe der Jahre in Oberösterreich gewachsen sind, besonders mit der evangelischen Kirche.
In der Ökumene mit den Orthodoxen sieht er eine besondere Aufgabe für die nächste Zeit, da die Zahl der orthodoxen Christen nicht zuletzt durch die Migrationsbewegung stark angestiegen ist.
„Ökumene ist eine Bringschuld und eine Holschuld – ich sage das durchaus kritisch an beide Seiten. Da gibt es seitens der orthodoxen Mitchristen noch Luft nach oben und auch wir haben unsere Anstrengungen zu intensivieren“, spricht er deutlich die notwendige Gegenseitigkeit von Ökumene an. Letztlich gehe es darum, „dass Orthodoxe, Evangelische, Katholiken und Angehörige anderer Kirchen nicht nur friedlich nebeneinander, sondern miteinander in unserem Land Kirche sind“. Pro-Oriente-Obmann Pühringer unterstrich neben dem ökumenischen Auftreten der Kirchen das gemeinsame Gebet: „Jede ‚Zeit im Bild‘-Sendung ist im Wesentlichen Kriegsberichterstattung. Da ist unser gemeinsames Gebet gefragter denn je.“
Bischof Scheuer nahm in seinen Ausführungen auf die Bauernkriege vor 400 Jahren und auf deren Verflechtung mit der Religion Bezug: „Wo Glaube zur Waffe wird, verliert er seine Bestimmung, gerät das Evangelium zur Perversion.“ Der Bischof schloss mit dem Wunsch, dass „wir alle Träger des versöhnenden und heilenden Wort Gottes sein können und dass wir die Wahrheit miteinander teilen“.

Hannah Bilgeri MA ist Pastoralassistentin in Ausbildung in der Pfarre Bruder Klaus in Dornbirn Schoren.
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