Hannah Bilgeri MA ist Pastoralassistentin in Ausbildung in der Pfarre Bruder Klaus in Dornbirn Schoren.
Eines Tages ging Elíscha nach Schunem. Dort lebte eine vornehme Frau, die ihn dringend bat, bei ihr zu essen. Seither kehrte er zum Essen bei ihr ein, sooft er vorbeikam. Sie aber sagte zu ihrem Mann: Ich weiß, dass dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ein heiliger Gottesmann ist. Wir wollen ein kleines, gemauertes Obergemach herrichten und dort ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Leuchter für ihn bereitstellen. Wenn er dann zu uns kommt, kann er sich dorthin zurückziehen. Als Elíscha eines Tages wieder hinkam, ging er in das Obergemach, um dort zu schlafen.
Und als er seinen Diener Géhasi fragte, was man für die Frau tun könne, sagte Géhasi: Nun, sie hat keinen Sohn und ihr Mann ist alt. Da befahl er: Ruf sie herein! Er rief sie und sie blieb in der Tür stehen. Darauf versicherte ihr Elíscha: Im nächsten Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn liebkosen.
Schwestern und Brüder! Wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden. Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.
Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott. So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
Von der Huld des Herrn will ich ewig singen,
von Geschlecht zu Geschlecht mit meinem Mund deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne: Auf ewig ist Huld gegründet,
im Himmel deine Treue gefestigt.
Selig das Volk, das den Jubelruf kennt,
Herr, sie gehen im Licht deines Angesichts.
Sie freuen sich allezeit über deinen Namen
und sie jubeln über deine Gerechtigkeit.
Denn du bist ihre Schönheit und Stärke,
du erhöhst unsre Kraft in deiner Güte.
Ja, dem Herrn gehört unser Schild,
dem Heiligen Israels unser König.
Mit der Taufe werden wir ganz in Christus hineingenommen. Dazu gehören sein Tod und seine Auferstehung. Wenn ich die Taufe unter diesem Aspekt betrachte, könnte man sagen, dass etwas in uns stirbt und etwas anderes neu geboren wird. Wir entscheiden uns dafür, Christ:innen zu sein. Das schließt auch eine bestimmte Lebensweise und die Ausrichtung auf Gott mit ein.
Sobald es um die Frohe Botschaft des Christentums geht, komme ich nicht umhin, über meine eigene Endlichkeit, meine mögliche Nicht-Existenz, nachzudenken. Dann macht sich ein mulmiges Gefühl in mir breit; auch Furcht würde ich es nennen. Dieser Zustand des Nicht-Seins ist unvorstellbar, und dennoch habe ich Angst davor. Mal sind diese Gedanken präsenter, mal weniger. Aber sie sind da. Ich kann mich noch so sehr bemühen, ausgeglichen zu leben, zur Vorsorge zu gehen, achtsam zu sein und vieles mehr. Und doch: Früher oder später werde ich sterben. Mein Leben auf dieser Erde wird zu Ende gehen.
In Jesus ist uns die Auferstehung, das Bei-Gott-Sein, geschenkt. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto stärker wird meine Unsicherheit, weil ich diese unbegreifliche Zusage nicht einfach für mich annehmen kann. Ich weiß auch, dass ich sie nicht verstehen muss, um an sie zu glauben oder auf sie zu hoffen. Trotzdem fordert mich die Auferstehungshoffnung immer wieder heraus. Lange Zeit dachte ich, dass ich gar keine Christin sein dürfe, wenn ich mir nicht in allem sicher bin. Mittlerweile glaube ich, dass auch das zu meiner Suche dazugehört und Teil meines Glaubenslabyrinths sein darf.
Wichtig ist für mich, mein Leben dennoch nach den grundlegenden Werten zu gestalten, die Jesus uns mitgegeben hat. Mit diesem Gepäck gehe ich meinen Weg weiter – auf der Suche nach Antworten und nach Fragen, die ich noch gar nicht kenne.

Hannah Bilgeri MA ist Pastoralassistentin in Ausbildung in der Pfarre Bruder Klaus in Dornbirn Schoren.