Können sich auch Tiere verkühlen? Grundsätzlich sind gerade Hund und Katze durch ihr Fell und eine normale Fettschicht gegen Kälte und Nässe geschützt und es macht nichts aus, wenn sie sich bei tieferen Temperaturen länger im Freien aufhalten. Aber es gibt auch Ausnahmen: Hunde, die sehr schlank sind und ein kurzes Fell haben, frieren bei tiefen Temperaturen leichter. Solange sie sich bewegen, besteht normalerweise keine Notwendigkeit, einen „Hundemantel oder Pullover“ anzuziehen. Muss ein Hund aber längere Zeit im Freien liegen oder sitzen, empfiehlt sich vor allem bei kleineren Rassen ein wärmender Winterschutz. Bei Schnee und Eis muss man bei allen Hunden regelmäßig die Pfoten kontrollieren. Spezielle Salben bieten Schutz gegen rissige Ballen und verhindern starkes Verklumpen mit Schnee. Wenn man auf Straßen unterwegs ist, auf denen Salz gestreut wird, sollte man die Pfoten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser waschen und anschließend gut trocknen. Manche Hunde lieben es, im Schnee zu spielen und dabei auch viel davon zu fressen. Als Folge kommt es häufig zu schmerzhaften Halsentzündungen, die sich durch würgendes Husten äußern. Um keine Dauerschäden zu riskieren, bleibt einem hier der Gang zum Tierarzt nicht erspart.
Dr. Sabine kirisits, Tierärztin in Kronstorf, tiere@kirchenzeitung.at