Die Generalversammlung der europäischen „Iustitia et Pax“-Kommissionen in Soesterberg (Niederlande) hat letzte Woche die „Europa-Präsidentschaft“ an Österreich übertragen. Damit wird Wien für vier Jahre zur Drehscheibe der kirchlichen Arbeit für Gerechtigkeit und Frieden in Europa. Der Kosovo-Konflikt und die Sorge um die Glaubwürdigkeit Westeuropas in der Menschenrechtsfrage waren zentrale Themen der Generalversammlung. Anlaß zur Sorge bestehe durch die Asylrechtsverschärfung, insbesondere weil es für verfolgte Menschenrechtsaktivisten immer schwieriger werde, „in Westeuropa den Status eines anerkannten Flüchtlings zu erhalten“. Im Kosovo-Konflikt verlangt „Iustitia et Pax“ eine internationale Aktion zur Beendigung des Unrechts: „Wir bekennen mit großem Bedauern, daß dies als letzte Möglichkeit auch den Einsatz von Gewalt durch die internationale Gemeinschaft einschließt.“