1. LesungGott ist Zuflucht und Beistand gerade für jene, die in der Gesellschaft gering geachtet sind, deren Rechte mißachtet werden.Jes Sir 35, 15b–17. 20–22aEr ist der Gott des Rechts, bei ihm gibt es keine Begünstigung. Er ist nicht parteiisch gegen die Armen, das Flehen der Bedrängten hört er. Er mißachtet nicht das Schreien der Waise und der Witwe, die viel zu klagen hat.Wer Gott wohlgefällig dient, wird angenommen, und sein Bittruf erreicht die Wolken. Das Flehen des Armen dringt durch die Wolken, es ruht nicht, bis es am Ziel ist. Es weicht nicht, bis Gott eingreift und Recht schafft als gerechter Richter. 2. Lesung2 Tim 4, 6–8. 16–18 Paulus ist Missionar aus Berufung. Er stiftet Glauben, findet Schülerinnen und Schüler, bringt die Christusbotschaft nach Europa. Er achtet nicht auf seine eigene Ehre, nimmt sich nicht die Zeit, Freunde um sich zu sammeln. Seine Gegner allerdings sammeln sich, er wird verfolgt. Und als er Freunde braucht, ist keiner bereit, für ihn auszusagen. Doch weiß er auch, daß Gott, dem er dient, ihm die Treue hält und Kraft gibt für seine Aufgabe.Denn ich werde nunmehr geopfert, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den gu-ten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten. Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sehnsüchtig auf sein Erscheinen warten. Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten; alle haben mich im Stich gelassen. Möge es ihnen nicht angerechnet werden. Aber der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen. Der Herr wird mich allem Bösen entreißen, er wird mich retten und in sein himmlisches Reich führen. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.