„Es ist klug und gut, daß die bestimmenden Kräfte des Landes über Parteigrenzen hinweg gemeinsam den Ausbau des Landes und seiner Hauptstadt betreiben. Aber um das Zusammenleben in unserem Land, in dieser Stadt, zivilisiert gestalten zu können, genügt nicht die Ausrichtung nach im Trend liegenden Expertisen. Das gilt für die neuen Techniken genauso wie für die Ökonomie. Eine ‘Stadt zum Leben’ ist mehr als solare Orientierung abseits des Zentrums. Selbst jede Straße, jeder Platz bleibt nur dann nachhaltig tauglicher Stadtraum, wenn wir maßstabstörende Einrichtungen für den Verkehr, ruhenden wie fließenden, vermeiden. Extreme Spezialisierung macht die meisten in vielen Bereichen unmündiger. Nicht das, was wir mit neuen Techniken noch alles lösen und einsparen können, darf unsere Ziele formulieren, sondern das, was wir brauchen und wollen.“– Diese Worte sagte Landeskulturpreisträger, Architekt Prof. Franz Riepl, in seiner Dankansprache anläßlich der Preisverleihung.