Der serbisch-orthodoxe Bischof im Kosovo, Artemije, hat die Beteiligung der Kosovo-Serben bei Verhandlungen um die Zukunft der Provinz gefordert. Bei einer „Volks- und Kirchenversammlung“ in Pristina wurde eine Resolution verabschiedet, in der Jugoslawiens Präsidenten Milosevic das Recht abgesprochen wurde, im Namen der Kosovo-Serben zu verhandeln. Bischof Artemije betonte, daß die Kosovo-Serben den Krieg nicht gewollt haben, sondern stets dafür eingetreten sind, die Konflikte friedlich zu lösen. Der Kosovo-Konflikt sei kein Krieg um Land, sondern um Demokratie und Menschenrechte. Erst eine dauerhafte Demokratisierung Serbiens, der Milosevic im Weg stehe, könne Frieden bringen. Die Kosovo-Serben fordern für sich Autonomierechte, falls der Kosovo wieder albanisch verwaltet würde.