Seit 1995 gibt es auch in der Slowakei eine „Dreikönigsaktion“. Und nach österreichischem Vorbild steht auch diese Hilfeunter einem guten Stern.„Es war nicht so leicht, dem Beispiel unserer österreichischen Freunde zu folgen. Sie hatten schon 40 Jahre Erfahrung“, sagt Marian Caucik, Initiator der Sternsingeraktion „Dobrá Novina“ in der Slowakei. „Aber was wir seit Weihnachten 1995 erleben ist für mich wie ein Wunder.“ Denn bereits im ersten Jahr zogen rund 3000 Kinder der „Bewegung der christlichen Kindergemeinschaft“ (ERko) in 104 Pfarren von Haus zu Haus und ersangen 350.000 Schilling. „Eine außerordentlich beachtenswerte Summe für die Lebensbedingungen in der Slowakei.“ Cauzik weiter: „Das hat die Kinder unheimlich motiviert und unsere Zweifel entkräftet.“ Als erstes Projekt wurden Straßenkinder in der kenianischen Hauptstadt Nairobi unterstützt. Um nicht beim Geldsammeln steckenzubleiben, wurde die Verantwortliche im Straßenkinderzentrum, Sr. Mary Killeen, nach Bratislava eingeladen.1997 sorgten bereits mehr als 8000 Kinder für ein neues Rekordergebnis: In über 300 Pfarren wurden 1,4 Mio. Schilling gesammelt. Genug Geld, um neun Projekte in Kenia, Äthiopien, Uganda sowie im Sudan zu finanzieren. „Friede für den Sudan“ heißt auch die Kartenaktion (siehe Kasten), die ERko nun durchführt. Der kirchlichen Kinderarbeit in der Slowakei ist es in kurzer Zeit gelungen, im einst kommunistischen Land zur Stimme für die Menschen im Süden zu werden. Das belegt ihr Engagement für den „weltweiten Marsch gegen Kinderarbeit“. Als Zeichen der Solidarität unter Kindern wurden im Frühjahr 1998 Fingerabdrücke gesammelt. Diese Sammlung erbrachte kaum einen Unterschied zwischen Slowakei (über 13.000) und Österreich (15.400).