In einer Pressekonferenz am 2. Dezember brachten Kirchdorfs Bezirksbauernkammerobmann Hannes Herndl und die Ortsbauernschaft Wartberg/Krems die schwierige Lage am Schweinemarkt zur Sprache. Die Schweinepreise verfielen, weil das Angebot dramatisch zunahm und der Absatz stockte: Die EU-Schweineproduktion wurde innerhalb eines Jahres um 5,7% ausgeweitet. Gleichzeitig brachen die Exporte nach Rußland und Ostasien zusammen. Produktionsbezogene Preisstützungen sind in der EU nicht mehr erlaubt.Der nördliche Teil des Kirchdorfer Bezirks gehört zu den intensivsten Schweinezuchtgebieten von Österreich. Alleine in den Gemeinden Wartberg, Kremsmünster, Ried und Pettenbach halten 540 kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe insgesamt 120.000 Schweine. Die Bauern sind in einer schwierigen Situation, besonders arg betroffen sind jene Betriebe, die in der vergangenen Zeit vergrößert wurden, um in der EU bestehen zu können. (Bis 1995 gab es anders als in der Europäischen Union in Österreich Bestandsobergrenzen.)Die Schweinebauern sind auf die Solidarität der Konsumenten angewiesen: Wenn diese Schweinefleisch aus der Region den Vorzug geben gegen Importware aus Massentierhaltung, helfen sie den Bauern. Das „AMA-Gütesiegel“ hilft dabei den Konsumenten.