Die Versuche, den Konflikt um Bischof Krenn im Vorfeld der Bischofskonferenz am 9. Dezember zu glätten, schlugen fehl. Interviews von Abt Angerer, Geras, und Generalvikar Schüller, Wien, führten zu heftigen Gegenraktionen Krenns. Schüller hatte gemeint, ein Bischof müßte in seiner Diözese ausgleichend wirken und in der Bischofskonferenz konstruktiv mitarbeiten. Beides lasse Bischof Krenn vermissen. Auch die Art, wie Krenn anderen Gläubigen den rechten Glauben abspreche, etwa im Hinblick auf den Dialog für Österreich, sei nicht mehr zu ertragen, meinte Schüller. Den Mitarbeitern und Gläubigen reiche es, sich ständig mit den Auftritten eines Bischofs herumschlagen zu müssen. „Ich hoffe, daß auch Rom die Chronik der Konflikte endlich wahrnimmt und erkennt, daß es so nicht weitergehen kann“, sagte Schüller. Krenn nannte Schüllers Äußerungen „äußerst perfide“. Der Bischofsrat und die Dechanten der ED Wien, Caritas-Präsident Küberl und KA-Präsident Friesl u. v. a. stellten sich hinter Schüller.