1. LesungDie kleinen Königreiche Israel und Damaskus wollen Ahas, König von Juda, als Verbündeten gegen das aufstrebende Weltreich Assyrien. Als Ahas zögert, ziehen Israel und Damaskus in den Krieg gegen Juda. Dieser syro-ephrämitische Krieg und die Verzweiflungstat des Ahas, die Assyrer zu Hilfe zu rufen, sind der geschichtliche Hintergrund für das Auftreten des Jesaja. Er tritt dem König entgegen und fordert ihn zum Glauben, zum Vertrauen in Gott auf: „glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht“ (7, 9c).Jes 7, 10–14Der Herr sprach noch einmal zu Ahas; er sagte: Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe. Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen. Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müßt ihr auch noch meinen Gott belästigen? Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.2. LesungZu Beginn seines Briefes an die ihm persönlich nicht bekannte Gemeinde in Rom stellt Paulus sich in besonderer Weise vor. Er nennt nicht nur seinen Namen und den Auftrag, dem er sich verpflichtet weiß. Er bringt seine Autorität ins Spiel, die ihm zukommt als Verkünder des Evangeliums.Röm 1, 1–7Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes zu verkündigen, das er durch seine Propheten im voraus verheißen hat in den Heiligen Schriften: das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um in seinem Namen alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen; zu ihnen gehört auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid. An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.