Am 18. Dezember übergab die Überparteiliche Plattform gegen Atomgefahr ca. 10.000 Protestunterschriften an das Büro des Temelinbeauftragten der oö. Landesregierung, Radko Pavlovec. Dieser wird die Unterschriften und weitere Protestnoten noch vor Weihnachten in Prag überreichen.Vor zehn Tagen hatte die Plattform eine Unterschriftenaktion gestartet, die auch die Kirchenzeitung (wie andere Medien und Bürgerinitiativen) mitgetragen hat. Darin wird an die tschechische Regierung appelliert, das AKW-Projekt Temelin umgehend zu stoppen. Mathilde Halla, die Obfrau der Plattform kommentierte: „Daß innerhalb von nur 10 Tagen so eine Flut von Protesten zu Temelin hereinkommt, zeigt, daß die Leute Angst vor diesem Bau haben und daß es ihnen ein großes Anliegen ist, alles daran zu setzen, Temelin zu stoppen.“ Erfreulich war auch der Rücklauf aus anderen Staaten Europas, wobei die „elektronische Unterschriftenliste“ der Plattform (www.temelin.at) gute Dienste leistete. Die Unterschriftenaktion wird noch bis März 1999 weitergeführt. Zu diesem Zeitpunkt will Tschechien über Weiterbau oder Baustopp entscheiden.Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer kündigte unterdessen an, daß die Temelin-Offensive des Landes Oberösterreich im Jahr 1999 verstärkt fortgesetzt wird. Er rechnet, daß das Land OÖ. dafür 2,5 Millionen Schilling bereit stellen wird. Die Büros von Radko Pavlovec in Linz und in Prag seien bereits wichtige Informationsdrehscheiben geworden.