In seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Jänner betont Papst Johannes Paul, daß ohne Achtung der Menschenrechte kein Friede möglich ist. Zu diesen unveräußerlichen Rechten gehören das Recht auf Leben und die freie Religionsausübung, aber auch das Recht auf politische und gesellschaftliche Teilhabe und auf Bildung. Der Papst verurteilt jede Form von Gewalt: die Gewalt der Armut und des Hungers, die Gewalt bewaffneter Konflikte und die Unterdrückung ethnischer und nationaler Minderheiten; die Gewalt durch kriminelle Verbreitung von Drogen sowie den Waffenhandel mit kriegsführenden Ländern und die Herstellung heimtückischer Waffen wie Minen. Ausdrücklich mahnt der Papst den Schutz des Lebens „vom ersten Augenblick seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende“ ein. Das gelte auch für behinderte und kranke Menschen. Weiters fordert der Papst die Entschuldung der ärmsten Länder, eine gerechtere Verteilung von Gütern, Arbeit und Einkommen und den Schutz der Umwelt.