Eine notwendige Konsequenz aus den Auseinandersetzungen um den St. Pöltener Bischof Kurt Krenn sei es, „neue Modelle zur Kandidatenfindung für Bischofssitze“ zu entwickeln. Dies betonte der Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Graz, Prof. Maximilian Liebmann. Es sei im Interesse der ganzen Kirche, „Vorkommnisse wie jetzt in Österreich“ zu vermeiden. Der „genuin kirchlichen Lehre“ müsse wieder zum Durchbruch verholfen werden, daß „niemand Bischof werden kann, der nicht vom Volk akzeptiert ist“, betonte der Kirchenhistoriker. So wie die Delegiertenversammlung von Salzburg betonte auch Liebmann, daß es nicht darum gehe, das Ernennungsrecht des Papstes abzuschaffen, vielmehr gehe es darum, die derzeit sehr offenen Verfahrensregeln dahingehend zu verbessern, daß eine verpflichtende Einbindung der Ortskirchen (Diözesen, evtl. Bischofskonferenzen) sichergestellt wird. Ein Bischof müsse sowohl das Vertrauen des Papstes als auch das der Ortskirche haben, betonte Liebmann.