Nur 400 ausländische Personen erhielten im vergangenen Jahr zwecks Familienzusammenführung eine Aufenthaltsgenehmigung. Damit ist Oberösterreich im Bundesländervergleich das Schlußlicht.Wegen des Bürgerkrieges im Kosovo verstärkt SOS-Mitmensch nun das Engagement: Die Organisation fordert den sofortigen Stopp der Zurückschiebung von Familienangehörigen legal in Oberösterreich lebender Gastarbeiter aus dem Kosovo. Während die Ehemänner und Väter über genügend Wohnraum und Einkommen verfügen, werden ihre Frauen und Kinder in unzumutbare Kasernenbaracken nach Ungarn abgeschoben. „Wo bleibt hier das christliche und solidarische Gewissen der Regierung?“, kritisiert der Vorsitzende von SOS-Mitmensch, Mag. Andreas Gruber, die Asylpolitik. 1999 – im Jahr der Familie – wird ein erster Schritt getan: Die Quote für Familienzusammenführung wurde auf 870 Plätze erhöht. Ein Abbau der Wartelisten in den Bezirken ist damit allerdings nicht möglich. Von der Antragstellung (=Erfüllung aller Voraussetzungen) bis zum positiven Bescheid dauert es im Schnitt immer noch vier Jahre.