Seit kurzem gibt es in Ried/I. (Bahnhofstraße 38) Ansprechpartner für Jugendliche in Problemsituationen. Zwei Sozialarbeiter der „Soziale Initiative Gemeinnützige GesmbH“ versuchen, jungen Menschen zwischen 14 und 19 Jahren zu helfen. Ziel ist es, die Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und bei der eigenverantwortlichen Lebensführung zu unterstützen. „Man muß den Jugendlichen dort abholen, wo er ist, um ihn zu verstehen“, erläuert Projektleiter Klaus Ritzberger . Die Probleme sind vielfältig. Orientierungslosigkeit, Druck der Gesellschaft, Konflikte in der Familie und mangelnde soziale Kompetenz sind nur einige Beispiele. Der Großteil der Hilfe wird in Einzelgesprächen geboten. Bei Bedarf begleiten die Sozialarbeiter die Jugendlichen auf Ämter und Behörden. „Aber auch Spiele und gemeinsame Unternehmungen, etwa Wandern und Schwimmen, gehören dazu“, sagt Ritzberger.Den Jugendlichen entstehen keine Kosten. Sie werden von der Jugendwohlfahrt zugewiesen, die die Bezahlung mit dem Sozialhilfeverband regelt. Der Erfolg des Projektes ist groß: Zurzeit kümmert sich die Initiative Innviertel um 14 junge Menschen, in ganz Oberösterreich werden 30 betreut. Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings: „Die Jugendlichen kommen meist sehr spät, kurz vor einer Heimeinweisung, zu uns“, bedauert Ritzberger.