Frauen machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus, leisten fast zwei Drittel der Arbeitsstunden, verdienen ein Zehntel des Welteinkommens und besitzen ein Hundertstel des Weltvermögens. Um diese Situation zu verändern, hat die Katholische Frauenbewegung 1958 die Aktion „Familienfasttag“ gegründet. Für viele Fraueninitiativen in Südostasien, in Lateinamerika und – seit einigen Jahren – auch in Afrika wurde die kfb zur verläßlichen Partnerin bei Dorfentwicklungsprojekten, beim Aufbau von Handwerksgenossenschaften, beim Kampf um menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gerechte Einkommen oder bei Gesundheitsprogrammen. Bei vielen dieser Projekte geht die Hauptinvestition in die Ausbildung der Frauen, auf die in vielen Entwicklungsländern immer noch kaum Wert gelegt wird. Der Familienfasttag 1999 steht unter dem Motto „Brot und Rosen teilen“. Damit bringt die kfb zum Ausdruck, daß es beim Teilen nicht nur um materielle Güter geht, sondern auch um das Sich-gegenseitig-Beschenken durch unterschiedliche Lebenskulturen und Spiritualitäten.