Der Höhepunkt der vom Päpstlichen Rat für die Krankenpastoral organisierten Veranstaltungen zum „Welttag der Kranken“ am 11. Februar ist ein multireligiöses Gebet für Leidende im libanesischen Marienwallfahrtsort Harissa. In seiner Botschaft zum „Welttag der Kranken“ knüpft Papst Johannes Paul II. bei der Tradition dieses Wallfahrtsortes an, der nicht nur den Christen des Libanons, sondern auch vielen Muslimen heilig ist, und ruft zu einer „Ökumene der Tat“ auf. Die gemeinsame Sorge für Kranke, Leidende, Ausgegrenzte, Arme und Bedürftige sei „der dringlichste und zugleich am wenigsten beschwerliche der ökumenischen Wege“. Auf diesem Weg der „Ökumene der Tat“, so der Papst, gebe es trotz aller Unterschiede eine große Zahl „gemeinsamer, unanfechtbarer menschlicher und spiritueller Werte“. Deshalb sei dieser Weg auch für die Einheit der Christen und die Erschließung des interreligiösen Dialogs von großer Bedeutung.