Papstappell zur Fastenzeit: Güter gerecht verteilen
Ausgabe: 1999/07, Fastenzeit, Papst
23.02.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
In seiner Botschaft zur Fastenzeit hat Papst Johannes Paul II. an die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger in aller Welt appelliert, sich verstärkt für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung einzusetzen. Die Fastenzeit biete nicht nur den einzelnen Christen Gelegenheit zur inneren Umkehr und zu Werken der Nächstenliebe. Sie sei darüber hinaus für die internationalen Institutionen, die Regierungen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger ein Anlaß, sich mutige Schritte auf dem Weg zu einer gerechteren Verteilung der Güter der Erde vorzunehmen. Der Papst erinnert daran, daß es fortdauernde Situationen des Elends gebe, die kein christliches Gewissen ungerührt lassen könnten. Diesen Mißständen müsse sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene begegnet werden. Als Motto der diesjährigen Fastenbotschaft wählte Johannes Paul II. das Bibelwort: „Der Herr wird allen Völkern ein Festmahl bereiten“ (Jes 25, 6).