1. LesungPlötzlich und unbegründet fordert Gott Abram auf, aus seinem Land und von seiner Familie wegzuziehen. Alles, was ihm Geborgenheit und Heimat war, soll er verlassen. Im Vertrauen auf Gott zieht Abram los. Der Ruf Gottes bedeutet aber gleichzeitig eine Aufgabe: Abram („der Vater ist erhaben“) wird Abraham („Stammvater vieler Völker“), der Vater der Glaubenden.Gen 12, 1–4aDer Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte.2. LesungDer Ruf Gottes an uns ist ein unbedingtes Ja zu uns. Es ist nicht an Bedingungen oder eigene Vorleistungen (unsere Werke) geknüpft, sondern gratis, aus Gnade zugesprochen.2 Tim 1, 8b–10(Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin,) sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft: Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluß und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde. Jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. Er hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.