Die Seligsprechung des mit den Wundmalen Jesu gezeichneten Kapuziners Pio von Pietrelcina (1887–1968) am 2. Mai wird als „Generalprobe“ für die christliche Jahrtausendfeier genutzt. Ob 200.000 oder gar 500.000 Pilger in die Ewige Stadt kommen werden, wagt selbst in der Ordenszentrale der Kapuziner, wo die Fäden für die Organisation zusammenlaufen, noch niemand vorauszusagen. Auf jeden Fall gibt es an diesem Tag auf dem Petersplatz nur Stehplätze: Der Vatikan verzichtet auf das sonst übliche Aufstellen von Stühlen. Grund genug für die römische Stadtverwaltung, die Kapazitäten der Vorbereitungsmaschinerie für das „Anno Santo 2000“ zu testen, teilte der römische Stadtpräfekt Enzo Mosino mit. Das „Lagezentrum“ könne schon einmal proben und unter realen Bedingungen Abläufe testen, Entscheidungen für Verkehrsführungen, Straßensperren und Umleitungen treffen und für eine geregelte An- und Abreise der Pilger sorgen.