Hilfe für ÖcalanRom. Yasar Kaya, Präsident des kurdischen Exil-Parlaments, hat den Papst um Hilfe für Kurdenführer Abdullah Öcalan und für eine friedliche Lösung der Kurdenfrage gebeten. Johannes Paul II. möge seine moralische, geistige und politische Autorität einsetzen, um das Leben des Kurdenführers zu retten, dem in der Türkei die Todesstrafe drohe. Kardinal Angelo Sodano hatte zuvor erklärt, der Vatikan wäre zu einer humanitären Initiative für den inhaftierten Kurdenführer bereit. SchuldenerlaßLondon. George Carey, Primas der anglikanischen Kirche und Erzbischof von Canterbury, hat sich für einen Schuldenerlaß für die armen Länder zum Jahr 2000 ausgesprochen: „Wenn 1,3 Milliarden Menschen weniger als 14 Schilling pro Tag zum Leben haben, ist das ein moralischer Skandal, der uns alle angeht“.KindersklavenMonrovia. Bis heute werden im westafrikanischen Liberia Kinder als Sklaven gehalten. Besonders kleine Kinder würden mit Gewalt zu „Zwangsarbeit“ angehalten, berichtet „Iustitia et Pax“ nach einer eigenen Untersuchung.Grenzen öffnenNew York. Bischof Angel Garachana Perez, Generalsekretär der Bischofskonferenz von Zentralamerika, hat die USA aufgefordert, ihre Grenzen für Opfer des Wirbelsturmes „Mitch“ offenzuhalten. Viele Notleidende seien darauf angewiesen, zumindest vorübergehend Einkommen, Wohnung und Nahrung in den USA zu suchen. Die US-Behörden hatten nur Flüchtlingen aus Honduras und Nicaragua, die vor dem 30. Dezember eingereist waren, ein Aufenthaltsrecht von 18 Monaten gewährt. Flüchtlinge aus Guatemala und El Salvador sowie jene, die seit Jänner in die USA gekommen sind, können diesen Status nicht beanspruchen.