Der „Dialog für Österreich“ ist wieder im Gespräch – aber nicht, weil erkennbare Reformschritte gesetzt wurden, sondern weil er von den einen in Frage gestellt und von den anderen vehement eingefordert wird. Die überraschende Abberufung von Generalvikar Schüller und eine Rede von Kardinal Schönborn bei der Österreichischen Buchwoche in Frankfurt haben in der Kirche und in der Öffentlichkeit massive Befürchtungen ausgelöst, ob der Dialogprozeß überhaupt noch weitergehen wird. Die Katholische Aktion und der Laienrat haben an die Kirchenleitung, die Organisationen und die Gläubigen appelliert, den begonnenen Reformprozeß fortzuführen. Kardinal Schönborn sagte im „Report“ des ORF, der Dialog sei unerläßlich, um die Spannungen bei der Suche nach dem richtigen Weg der Kirche für die Zukunft konstruktiv auszutragen. Bischof Krenn forderte wieder einmal eine „völlige Umorientierung“ des Dialogs.